Samstag, 13. September 2008
Margaretes Geschichte XXVI: Abschied vom Cafe am Ende des Universums

Ich frühstückte gar nicht erst fertig, sondern ging hinein ins Lokal und bezahlte die Rechnung.

Wolfgang bedauerte sehr, daß wir nicht länger blieben und begleitete mich hinaus, während Faust ihm zuwinkte.

Zugleich deutete er mit seiner freien Hand unauffällig auf sein Fahrzeug - ein altes Jaguar-Cabrio!

Da konnte ich nicht widerstehen und stieg sofort ein.

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Margaretes Geschichte XXV: Neue Pläne

Unsere Begrüßung fiel sehr herzlich und zärtlich aus.

Ich fühlte - Gleichklang, Wärme, ungehinderten Fluss.

"Darf ich dich zum Frühstück einladen?" fragte ich ihn.

Gerne."Aber ich dachte, du wolltest mit mir in Ruhe etwas besprechen?" wunderte er sich.

Ich sah mich um. Die ersten Gäste waren schon in das Cafe gegangen, lugten aber alle wieder aus dem Innern der Gaststätte heraus, zuammen mit ihrem treuen Wirt Wolfgang.

Wer weiß, was der ihnen über uns erzählt hatte...

Und heute - es versprach ein heißer Tag zu werden - würde es hier richtig voll werden.

Dies war wohl wirklich nicht der richtige Ort für ein ungestörtes, tiefergehendes Gespräch.

"Hast du eine Idee, wo wir stattdessen hingehen sollten?" fragte ich Faust.

"Ja... vielleicht schon." erwiderte er, verriet aber nicht, welcher Ort ihm vorschwebte.


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Margaretes Geschichte XXV: Faust ist da

Doch dann kam er.

Er sah mich so an - begehrlich - nicht gerade so als ob ihm der Sinn nach einem tiefgründigen Gespräch stünde.

Schließlich verschwand das Raubtierleuchten aus seinen Augen und er öffnete freundlich seine Arme.


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Margaretes Geschichte XXIV: Frühstück

Ich dankte ihm, nahm Platz und ließ es mir schmecken.

Von meinem Sitz aus sah ich nicht aufs Meer, sondern auf den Parkplatz.

Ich beobachtete, wie Wolfgang die restlichen Tische und Stühle herräumte, aber eigentlich interessierte ich mich nur für eine ganz bestimmte Person, die bald eintreffen sollte.

Doch zunächst kamen andere, mir unbekannte Besucher.

Faust spannte mich wirklich auf die Folter.


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Margaretes Geschichte XXIII: Nichts ist mehr wie zuvor

Doch nun ist nichts mehr wie zuvor.

Der Tod berührte mich.

Das Klappern von Geschirr weckte mich aus meinen Gedanken.

"Das Frühstück, werte Dame, ist serviert!"

Ich drehte mich um. Wolfgang lächelte mich an.


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Margaretes Geschichte XXII: Eine Sahne-Mokka-Likörparty

Es wurde sehr lustig und laut. Viel erfahren habe ich nicht von ihm, denn wir alberten die ganze Zeit herum, spielten neckische Spiele und soffen dermaßen viel Sahne-Mokka-Likör, daß sich Wolfgang, der Wirt, eben noch an mich erinnern konnte.

Ein echt guter Abend, in gewisser Hinsicht. Es gab viel Spaß und Ablenkung für Faust. Nichts Tiefergehendes. Keine tiefgründigen Gespräche über ihre zerbrochene Beziehung, und auch hinterher passierte nichts wirklich Brenzliges zwischen uns. Ein Studienfreund fuhr mich später heim.

Er und ich, wir sind wohl beide gebrannte Kinder in Liebesdingen und haben uns zu oft leichtsinnig fallen gelassen, um wenig später zu
begreifen, daß wir wieder mal in einer leidvollen Liebesfalle gelandet waren. Nun flüchteten wir uns in Unverbindlichkeiten, harmlose Flirts - nicht mehr.

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Freitag, 12. September 2008
Margaretes Geschichte XXI: Fausts Telefonat

Ein halbes Jahr später rief mich Faust an. Er klang ziemlich einsilbig am Telefon. Er erzählte, dass er nun wieder solo sei, dass er nicht wisse, was er mit sich anfangen solle.

Ich fragte ihn: "Hast du Lust, zusammen mit mir auf eine kleine Seminar-Abschlussfeier zu gehen, weit draußen am Meer?"

Nach einigem Widerstreben ließ er sich überreden. Wir verabredeten uns am geplanten Ort der Feier: Dem Lighthouse Hotel, genau da, wo ich ihn jetzt wieder treffen wollte. Damals jedoch zwang ein nasskalter Wintertag die gesamte Festgesellschaft in die Gasträume des Hotels.

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Margaretes Geschichte XX: Beziehungskatastrophe

Nachdem Faust mich verlassen hatte, befiel mich die Schwermut. Sein Wegfahren war nicht einfach ein Abschied, sondern angesichts dieser Brunhilde erschien es mir gleichsam als Deportation und Gefangenschaft.

Ich zog mich zurück auf einen Felsen weit draußen am Meer, erlebte wohl die schönste und klarste Mitternachtssonne des gesamten Urlaubs und fühlte mich dabei nur miserabel und schrecklich einsam.

Ich sehnte mich nach Fausts angenehmer, freundlicher Art, nach Antworten auf all die offen gebliebenen Fragen, nach wärmender Gegenwart. Der alte Schmerz, den die vergangene Beziehungkatastrophe verursacht hatte und den ich mit dieser Urlaubsfahrt hatte heilen wollen, war wieder voll da.

Der neue Liebeskummer hatte die Dämme gegen den alten brechen lassen.

Doch auch unsere negativen Gefühle können trügen.
Wie schnell ändern sich manchmal die Zeiten!

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Kari Bremnes - You'd Have To Be Here

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Margaretes Geschichte XIX: In festen Händen


Am Bus stellte mir Faust seine Freundin vor. Es war kaum zu übersehen, in welch festen und dominanten Händen sich meine neue Bekanntschaft befand.

Diese blonde, muskelgestählte und mit Tattoos
reichlich übersäte Brunhilde strotzte nur so vor körperlicher Präsenz,
und ihre Körpersprache wirkte durch und durch besitzergreifend.

Ich war schockiert. Das hatte ich nicht erwartet!

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Margaretes Geschichte XVIII: Mehr über Faust

Wir mochten uns vom ersten Augenblick an. Es stellte sich heraus, daß Faust gar nicht weit weg von meinem Zuhause wohnte.


Nachdem er sich angekleidet hatte, liefen wir zusammen den Strand entlang. Er erzählte, dass er zu einer Reisegruppe gehörte, die einen Tagestrip auf dem Archipel verbrachte. Faust hatte sich abgesetzt, nachdem die Meute aus seinem Bus eines der Hafenlokale gestürmt hätte, musste aber bald wieder zurück, denn man wollte zum Festland übersetzen. Faust erzählte mir, er sei von Beruf Studienrat an einem Gymnasium.

Und wir stellten fest, dass wir eine gemeinsame Bekannte besaßen: Cordula.

Faust kannte sie von der Uni her und war lose mit ihr in Verbindung geblieben. Ich interessierte mich natürlich sehr für diese Geschichte, weil Cordula eine meiner besten Freundinnen war. Doch Faust musste sich kurz fassen. Die Zeit drängte, und nachdem wir unsere Adressen ausgetauscht hatten, erreichten wir das Dorf, wo ihr Bus samt Reisegesellschaft wartete.

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